Jene Zinsen, die man von Banken oder Kreditgebern für eine Baufinanzierung bezahlt, nennt man Bauzinsen. Allerdings hängen die Kosten für die Baufinanzierung nicht nur von den Bauzinsen ab. Zahlreiche andere Faktoren, wie etwa die Kreditnebenkosten, die Laufzeit, Tilgungen oder die verlangten Sicherheiten, beeinflussen ebenso, ob ein Kredit günstig ist oder nicht. All diese zusätzlich anfallenden Kosten sollten ein wichtigen Kriterium bei der Unterzeichnung des Kreditvertrages zusätzlich zum Bauzinssatz beachtet werden.
Derzeit sind die Bauzinsen relativ niedrig, wodurch nicht nur Häuselbauer davon profitieren, sondern auch jene, die bereits einen Kredit zur Baufinanzierung laufen haben. Umschuldungen von Krediten, deren Zinsbindungsfristen abgelaufen sind, rentieren sich jetzt mehr denn je. Aber auch, wenn die Zinsbindungsfrist noch anhält, können Kreditnehmer vom niedrigen Bauzins profitieren. Durch die niedrigeren Bauzinsen können Kredite günstiger zurückbezahlt werden. Somit kann man die Tilgungsrate erhöhen, wenn die Zinsen sinken, und gleichzeitig die Laufzeit verkürzen. Der Kreditnehmer profitiert insofern davon, dass er früher schuldenfrei ist.
Für all jene, deren Kredit in drei bis sechs Monaten ausläuft, bietet sich ebenfalls noch eine Möglichkeit, von den niedrigen Bauzinsen zu profitieren. Wenn man eine Anschlussfinanzierung benötigt, ist es vorteilhaft, sich schon jetzt darum zu kümmern. Denn dann kommt man auch in Genuss der niedrigen Bauzinsen. Und diese werden, Expertenmeinungen zu folge, Ende des Jahres mit der Erhöhung des Leitzinssatzes wieder angehoben.
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